Fokus

Fokus

Installation / Videoprojektion / Kopfhörer / 5’41’’ / 2002-2003

Vier Frauen, die nie zuvor physisch mit Waffen in Kontakt kamen, schiessen zum ersten Mal in einem Schiesssportkeller mit einer Pistole. Was in diesem kurzen Moment der Konfrontation mit ihren eigenen Grenzen und Erfahrungen von Gewaltwahrnehmung/-darstellung geschieht, wird mithilfe einer spezial 16mm–Highspeed Kamera (150 Bilder/Sekunde) festgehalten.
„Fokus“ wird als Loop projiziert. Die Originaltonaufnahmen (die Atmung der Frauen und der Schuss) sind über Kopfhörer zu hören. So befindet sich der/die BetrachterIn im Moment der Bildrezeption in derselben „isolierten“, mit Kopfhörern ausgestatteten Situation wie die gefilmten Frauen.
Als Ausgangslage stellt sich auch die Frage, wie mediale Gewaltdarstellung und Geschlechtermodelle zueinander stehen. Somit ist „Fokus“ ebenfalls ein Versuch, eine differenzierte Fragestellung zu Gewalt und geschlechterspezifischer Gewaltdarstellung zu ermöglichen.

Unterstützt von der Abteilung Kulturelles Stadt Bern und dem Amt für Kultur Kanton Bern.